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0805 | Stärkung der Haltekraft von Schulen und Förderung der Aufstiege

Innerhalb einer Bildungsregion oder im Rahmen der Modellregionen wird ein Modellprojekt eingebettet. Innerhalb des Projektes werden Schulformwechsel von den abgebenden wie von den aufnehmenden Schulen begleitet. Dazu schließen diese Schulen eine Kooperationsvereinbarung ab.
Die teilnehmenden Schulen (darunter zwingend ein Gymnasium) verpflichten sich zu Begleitmaßnahmen, die geeignet sind, Schülerinnen und Schüler an der Schule zu halten und Schulformaufstiege zu fördern.
Das Projekt wird von der Koordinationsstelle der Bildungsregion begleitet. Die teilnehmenden Schulen werden zum Beispiel durch eine Einbeziehung der Schulen in das Förderprogramm Jugendhilfe in der Schule, Stellenzuweisungen im Rahmen der Modellregion und weitere noch zu entwickelnde Angebote unterstützt.

Ziel ist es Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Ursachen absteigende Schulformwechsel an Frankfurter Schulen haben und welche Kontexte gelingende Bildungsverläufe begünstigen.
Aufsteigende Schulwechsel sollen häufiger stattfinden, schulische Fachkräfte sollen die Potenziale von Schülerinnen und Schülern erkennen und fördern und ihren Bildungsaufstieg begleiten.

Das Postulat der Durchlässigkeit innerhalb der Schulen der Sekundarstufe I beinhaltet das Versprechen des gegliederten Systems, die Zuweisung zu einer Schulform sei keine endgültige Entscheidung, sondern gegebenenfalls korrigierbar.
Nach wie vor sind jedoch die Aufstiegschancen und damit die Durchlässigkeit der Schulsysteme zu gering. In Frankfurt haben rund 3000 Schülerinnen und Schüler in den Schuljahren 2005/06-2012/13 zwischen der 7. und der 9. Klasse die Schulform gewechselt.
Dabei gelang nur einem Sechstel von ihnen ein Aufstieg in eine höhere Schulform, während 85 % der Schulformwechsler einen Abstieg in eine niedrigere Schulform erfahren haben. Besonders problematisch sind die Folgen solcher absteigenden Schulformwechsel am unteren Ende des Bildungssystems. Hier fangen die Bildungsgänge Haupt- und Förderschule im Laufe der Sekundarstufe I Schülerinnen und Schüler auf, deren Schullaufbahnen z.T. mehrfach durch Misserfolge geprägt sind.
Es gilt, Lehrkräfte und weitere schulische Fachkräfte zu sensibilisieren, Potenziale ihrer Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erkennen und zu fördern. So können sowohl Abstiege verhindert als auch die Rahmenbedingungen zur individuellen Förderung und Begleitung von Aufstiegen lernstärkerer Schülerinnen und Schüler entsprechend gestaltet werden.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab Seite 133.

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