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0801 | Entwicklung eines Übergangsmodells

Es wird ein Modell definiert, das die Gestaltung aller Übergänge entlang der schulischen Biografie von Kindern und Jugendlichen prägt und das Handeln strukturiert.
• Gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Frankfurt wird die Zusammenarbeit zwischen Akteuren von Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen mit unterschiedlichen Bildungsgängen, die für das Übergangsmanagement ihrer Einrichtungen verantwortlich sind, intensiviert.
• Erstellung von an dem Modell orientierten Übergangskonzepten sowohl in den Bildungsregionen als auch in den Bildungsquartieren.

Ziel ist es die Übergangsprozesse zum Wohle der Schülerinnen und Schüler zu begleiten und zu unterstützen. Fach- und Lehrkräfte sollen die Entwicklungsanforderungen in Übergängen zwischen den Systemen kennen, die Bildungsakteure sollen diesen Prozess nach einer verständigten Grundstruktur über den gesamten Zeitraum des Überganges planen und begleiten. Die salutogenetische Perspektive soll berücksichtigt werden, da die Gesundheitsförderung einen wichtigen Beitrag zur positiven Gestaltung von Übergängen leistet. Sie soll dazu beitragen, die notwendigen Kompetenzen zur Bewältigung von Übergängen zu erlangen und auszubauen.

Die bewusste Bearbeitung von Risiko- und Erfolgsfaktoren an den Übergängen wird im 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung als entscheidend für die persönliche und gesundheitliche Entwicklung und die erfolgreiche Teilhabe am Bildungs- und Erwerbssystem und am gesellschaftlichen Leben bewertet.
Als „Übergänge“ werden Ereignisse bezeichnet, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen mit sich bringen. So kommen an den Übergängen zwischen Kita und Schule, zwischen Grundschule und weiterführender Schule oder am Übergang zu Ausbildung und Beruf viele neue und herausfordernde Erfahrungen auf die Kinder und Jugendlichen zu. Auf diese müssen sie selbst, ihre Familien, aber auch pädagogische Fachkräfte mit intensiven und der Situation angepassten Lernprozessen reagieren. Risiken und Chancen sind in diesen Prozessen Schlüsselbegriffe: neue Anforderungen und Krisen können zu Überforderungen führen, sie können aber auch als Entwicklungsimpulse, das heißt als Auslöser für Entwicklungsprozesse wirken. Dafür müssen sie im günstigsten Falle als Herausforderung erlebt werden können. Es ist leicht nachvollziehbar, dass unter verdichteten Entwicklungsanforderungen Stärken und Schwächen der Betroffenen erkennbar werden, aber auch, dass eine gute Vorbereitung und eine gute Begleitung in diesen Prozessen entscheidend zu deren Bewältigung beitragen können.
Die Bewältigung der Übergänge ist nicht nur Kompetenz des Einzelnen, sondern entsteht erst im Zusammenwirken aller Beteiligten. Sie ist also eine „Kompetenz des sozialen Systems“.

Umsetzung
• Evaluierung der bereits vorhandenen Übergangsmodelle in den Bildungsregionen.
• Angebot regionaler und quartiersbezogener Fachforen für Fach- und Lehrkräfte zum Übergangsmodell und dessen Umsetzung.
• Angebot von gemeinsamen Qualifizierungsprogrammen.
• Erprobung eines gemeinsamen Übergangsmanagements in zwei Modellregionen der Stadt Frankfurt am Main mit dem Ziel, Synergien entsprechend zu befördern.

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