Ganztägig arbeitende SchuleSüdMitteMitte NordNordOstWest

0701 | Ausbau von Betreuungsplätzen nach regionalem Bedarf

Ganztags- und Betreuungsangebote werden nach regionalem Bedarf ausgebaut und sinnvoll verbunden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auch mit dem Eintritt der Kinder in das Schulsystem gewährleistet bleiben. Ganztägige Angebote an Schulen tragen zu einer Erhöhung der Bildungsbeteiligung und zu einer Entkopplung von Herkunft und Bildungserfolg bei. Das Ziel ist daher die Anschlussfähigkeit bei den Betreuungsplätzen im Übergang Kindergarten – Grundschule für die Frankfurter Kinder und ihre Familien zu verbessern und ein qualitativ hochwertiges, ganztägiges Angebot sicher zu stellen.

Während für Kinder vom vollendeten ersten bis zum sechsten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze in Krippen und Krabbelstuben sowie in Kindergärten eingeführt wurde, besteht kein individueller Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Grundschulkinder. Ziel der Stadt Frankfurt ist die bedarfsdeckende Versorgung mit Ganztagsangeboten auch für die Altersgruppe der Schulkinder. Eltern, die ein Betreuungsangebot für ihr Schulkind wünschen, sollen dies erhalten.
Hier geht es um ein Mehr an Teilhabemöglichkeiten, um mehr Chancengerechtigkeit und um die Förderung aller Kinder – gerade auch derjenigen Kinder, die aufgrund ihrer familiären Verhältnisse benachteiligt sind.
Schule ist nicht nur Lern-, sondern zunehmend auch Lebensort. Aufgabe ist es, den Ort Schule in seiner pädagogischen Entwicklung zu unterstützen, die Korrelation von Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen und allen Kindern faire Bildungschancen zu bieten.
Zudem wünschen und brauchen die Eltern in unserer Stadt eine verlässliche Betreuung bis in den Nachmittag, da viele Eltern doppelverdienend sein wollen oder sein müssen. Neben dem bildungspolitischen Aspekt der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ist die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eines unserer zentralen familienpolitischen Ziele.
In Frankfurt liegt der Wert der derzeit genutzten Ganztagsplätze in Kindergärten bei rund 70%. Es kann davon ausgegangen werden, dass Eltern, deren Kinder vom Kindergarten in die Grundschule übergehen, auch weiterhin einen Betreuungsplatz bis 17 Uhr mit Ferienbetreuung benötigen. Vor diesem Hintergrund wird ein Versorgungsengpass bei der Grundschulkinderbetreuung deutlich, dem mit weiterem Platzausbau begegnet werden muss. Für Grundschulkinder stehen derzeit Betreuungsplätze in Horten und in der erweiterten schulischen Betreuung am Ort Schule zur Verfügung. An vielen Grundschulen können weitere Angebote der ganztägig arbeitenden Schule, zum Beispiel von Vereinen, Eltern- oder Stadtteilinitiativen in Anspruch genommen werden.
Zudem werden verlässliche Betreuungsplätze für Grundschulkinder über qualifizierte Kindertagespflegepersonen angeboten.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab Seite 119

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Dokumente zur Maßnahme