Modellregion inklusive BildungSüdWest

0605 | Aufbau einer regionalen „Koordinierungsplattform“ Inklusion

Es werden interdisziplinäre und multiprofessionelle Koordinierungsplattformen aufgestellt. Die Jugendhilfeangebote beziehungsweise die sozialpädagogischen Ressourcen werden an den Plattformen gebündelt und für inklusive Bildungsprozesse insbesondere in der Grundschule gezielt eingesetzt. Zudem werden medizinisch-therapeutische Leistungen und weitere relevante Beratungsangebote einbezogen und mit der allgemeinen Schule vernetzt. Die regionale Zusammenarbeit der relevanten Unterstützungssysteme wird strukturell gerahmt und erfährt eine Stärkung.

Ziel ist es, mit regionalen „Koordinierungsplattformen“ (vorläufiger Arbeitstitel) passgenaue Förder- und Unterstützungsangebote für die inklusive Beschulung und weitergehenden Bildungsprozesse in der allgemeinen Schule zu ermöglichen. Die Koordinierungsplattformen gewährleisten kurze und transparente Abstimmungswege.

Aktuell sind die sonderpädagogischen Unterstützungssysteme (regionale Beratungs- und Förderzentren, Zentrum für Erziehungshilfe) als auch die sozialpädagogischen Förderprogramme (Jugendhilfeangebote in der Schule) und die weitergehenden Unterstützungsangebote (z.B. medizinisch-therapeutische Hilfen, Elternberatung) weder mit den Schulen tragfähig vernetzt noch regional aufeinander abgestimmt. Die vielfältigen Beratungs-, Förder- und Unterstützungsangebote beziehen sich zudem auf unterschiedliche Rechtskreise. Vor diesem Hintergrund sollen regionale Koordinierungsplattformen zur multiprofessionellen Unterstützung der inklusiven Bildung aufgebaut werden.

Umsetzung
Im Rahmen der Gesamtkonzeption der Modellregion werden die Koordinierungsplattformen „Inklusion“ für die Bildungsregionen West und Süd konzeptionell entwickelt und erhalten einen inhaltlich passenden Titel. Parallel werden entsprechende Organisationsstrukturen und Implementierungsschritte bestimmt.
Die Arbeitsgruppe entwickelt ein Konzept, das die Bedarfe und das zukünftige Angebot beschreibt und Empfehlungen zur Aufnahme in die Gesamtkonzeption ausspricht. Die Arbeits- und Organisationsstrukturen (Kommunikation, Koordination, Transparenz, Verantwortlichkeiten) werden definiert und die Implementierungsschritte festgelegt.
Die Erprobungsphase wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Auf Basis der Evaluationsergebnisse wird das Programm nach der Erprobungsphase weiterentwickelt und gegebenenfalls schrittweise ausgeweitet.

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Dokumente zur Maßnahme

Inklusion und Multiprofessionalität

Die Präsentation zum Fachvortrag des Bildungsexperten Wilfried W. Steinert .