Modellregion inklusive BildungNord

0603 | Entwicklung bestehender Förderschulangebote Sprachheil

Die Grundstufe der Weißfrauenschule bleibt als Förderschule erhalten und wird die Kooperation mit der Karmeliterschule ausbauen. Die Mittel- und Hauptstufe der Weißfrauenschule wandelt sich - in der 5. Klasse beginnend - in eine Integrierte Gesamtschule mit den Profilen Sprachheilförderung und Berufsorientierung um. Das zukünftige Profil stellt die vorhandene sonderpädagogische Expertise allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung und setzt an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit spezifischen Sprachentwicklungsstörungen an.

Bei der Umwandlung in eine Integrierte Gesamtschule präferiert die Schule die Organisationsform der Neuerrichtung, die Fusion mit einer bestehenden Schule ist nicht präferiert. Der Umwandlungsprozess berücksichtigt die Aspekte personelle Ressourcenzuteilung und –Sicherheit, Räumlichkeiten, Aufnahmekriterien, personelle Ausstattung (Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte), sowie das schul- und unterrichtsorganisatorische Konzept. Der Beginn der Umwandlung ist gekoppelt an den Zeitpunkt der Neuerrichtung der neuen Integrierten Gesamtschule (siehe Maßnahme 0117).
Innerhalb der angestrebten inklusiven Bildungslandschaft soll ein qualitativ hochwertiges sprachförderspezifisches Angebot an einer allgemeinen Schule vorgehalten werden. Das zukünftige Profil dieser Schule setzt an den spezifischen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit Sprachentwicklungsstörungen an. Für alle Schülerinnen und Schüler sollen die Voraussetzungen für gelingende Bildungsverläufe mit qualifiziertem Schulabschluss und Anschluss an eine erfolgreiche Berufsausbildung oder den weiteren Weg zum Abitur geschaffen werden.
Der Förderschwerpunkt „Sprachheilförderung“ wird für Schülerinnen und Schüler mit einem entsprechenden Förderanspruch in der Weißfrauenschule unterrichtet. Die Weißfrauenschule ist die einzige Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Sprachheilförderung“ in Frankfurt. Die Schülerinnen und Schüler in der Grundstufe wie auch in der Mittel- und Hauptstufe werden mit einer der allgemeinen Schule entsprechenden Zielsetzung unterrichtet. Die Weißfrauenschule hat in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich – auch in Kooperation mit der allgemeinen Schule – das Profil „Berufsorientierung“ entwickelt. Zudem können Schülerinnen und Schüler an der Weißfrauenschule den Haupt- und den Realschulabschluss erwerben, weiterhin ist die steigende Zahl der Rückschulungen von der Weißfrauenschule in die allgemeine Schule hervorzuheben.

Weitere Informationen zum Kontext und zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab Seite 113

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Dokumente zur Maßnahme

Inklusion und Multiprofessionalität

Die Präsentation zum Fachvortrag des Bildungsexperten Wilfried W. Steinert .