Modellregion inklusive BildungMitteMitte NordNordOst

0602 | Zielvereinbarungen zur Inklusiven Unterrichtung

Mit den Förderschulen „Lernen“ (Bürgermeister-Grimm-Schule, Charles-Hallgarten-Schule, Kasinoschule und Johann-Hinrich-Wichern-Schule) und den angeschlossenen Beratungs- und Förderzentren werden Zielvereinbarungen zur strukturellen Stärkung und Ausweitung der Inklusiven Unterrichtung getroffen. Daran anknüpfend werden Indikatoren bestimmt, die Aufschluss darüber geben, ob eine Senkung der Förderschulbesuchsquote erzielt werden kann. Bei der Erarbeitung der Zielvereinbarungen werden jene allgemeinen Schulen mit einbezogen, die mit den oben genannten Förderschulen kooperieren.

Die Zielvereinbarungen sind Grundlage für einen flexiblen Einsatz der sonderpädagogischen Ressourcen, je nach Elternwahlrecht entweder in der Förderschule oder in der inklusiven Beschulung.
In diesem Zusammenhang werden auch Vereinbarungen getroffen, die zu einer Ausweitung von Rückschulungen in die allgemeine Schule führen können. Hier sind entsprechende Förder- und Unterstützungsmaßnahmen zu identifizieren und konzeptionell zu entwickeln, um mehr Förderschülerinnen und -schülern als bisher den Übergang in die allgemeine Schule zu eröffnen. Die Zielvereinbarungen basieren auf der Kooperationsvereinbarung zur Modellregion zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt am Main.
Ziel ist es, die inklusive Unterrichtung an den allgemeinen Schulen, die mit den Förderschulen „Lernen“ kooperieren, deren stationäre Systeme im Zeitraum der Modellregion bestehen bleiben, auf der Grundlage von Zielvereinbarungen strukturell zu stärken und auszuweiten. Gleichzeitig wird angestrebt, die Förderschulbesuchsquote an den zuvor genannten Förderschulen sukzessive zu senken. Ebenso sollen die Maßnahmen zur Erhöhung der Rückschulungen in die allgemeine Schule greifen.

Im Rahmen der Modellregion werden schrittweise die stationären Systeme an zwei Förderschulen „Lernen“ aufgehoben und die freiwerdenden Förderschulkräfte zugunsten der inklusiven Beschulung in die allgemeine Schule gelenkt. Weiterhin wird die Mittel- und Hauptstufe einer Förderschule „Sprachheilförderung“ in eine Integrierte Gesamtschule mit dem Profil „Sprachheilförderung“ und „Berufsorientierung“ umgewandelt. Diese organisatorischen Maßnahmen werden dazu führen, dass in einzelnen Quartieren und Regionen die inklusive Beschulung gestärkt und die Förderschulbesuchsquote sukzessive abnehmen wird. An den verbleibenden vier Förderschulen „Lernen“ sind keine schulorganisatorischen Maßnahmen im stationären System geplant. Um auch in den anderen Quartieren und Regionen Impulse in Richtung der inklusiven Beschulung zu setzen, ist anzustreben, die Kooperationen zwischen den Förderschulen und den allgemeinen Schulen zu intensivieren. Durch mögliche Strukturveränderungen in der Zusammenarbeit soll die inklusive Unterrichtung an den allgemeinen Schulen gestärkt und die Förderschulbesuchsquote sukzessive gesenkt werden.

Weitere Informationen zum Kontext und zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab Seite 112.

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Dokumente zur Maßnahme

Inklusion und Multiprofessionalität

Die Präsentation zum Fachvortrag des Bildungsexperten Wilfried W. Steinert .