Modellregion inklusive BildungSüdWest

0601 | Umlenken von Ressourcen in die inklusive Beschulung

Die Umlenkung der personellen Ressourcen erfolgt in regionaler Perspektive und sukzessive über den gesamten Zeitraum der Modellregion. Schrittweise werden an zwei Förderschulen „Lernen“, Karl-Oppermann-Schule und Wallschule, die sonderpädagogischen Lehrkräfte zur Unterstützung der inklusiven Beschulung und der Prävention an den allgemeinen Schulen eingesetzt.
Die neu zu entwickelten Strukturen der Beratungs- und Förderzentren Süd und West orientieren sich an der jeweiligen Bildungsregion. Dort arbeiten die regionale Koordinierungsplattform und das BFZ mit weiteren Unterstützungssystemen der sonder- und sozialpädagogischen Förderung sowie mit medizinisch-therapeutischen Angeboten zusammen (siehe Maßnahme 0605).
Die Förderschule „Sprachheilförderung“ wird im Mittel- und Hauptstufenbereich – in Klasse 5 beginnend – in eine Integrierte Gesamtschule mit den Profilen „Sprachheilförderung“ und „Berufsorientierung“ umgewandelt.

Ziel ist die Unterstützung und Stärkung der inklusiven Beschulung in den Regelschulen durch:
Einsatz und Umlenkung von freiwerdenden sonderpädagogischen Ressourcen aus dem Förderschulsystem
entsprechende Profilbildungen in der allgemeinen Schule und
Einsatz und Bündelung sozialpädagogischer Ressource im Bereich der Grundschulen. 
 
Die inklusive Beschulung in der allgemeinen Schule ist seit 2011 gesetzlich verankert und wird seit dem Schuljahr 2012/13 umgesetzt. Das heißt, Kinder und Jugendliche mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung können sowohl in der allgemeinen Schule als auch in der Förderschule unterrichtet werden. Dieses Parallelsystem aus Förder- und Regelschule ist vom hessischen Gesetzgeber mit einem Ressourcenvorbehalt belegt. Dies führt in der Schulpraxis dazu, dass nicht allen Kindern und Jugendlichen, deren Eltern dies wünschen, eine inklusive Beschulung ermöglicht werden kann.
Insofern kann die Option „Inklusion in der Regelschule“ nur dadurch gestärkt werden, dass weitere sonderpädagogische Lehrkräfte aus dem Förderschulsystem der allgemeinen Schule für die inklusive Beschulung zur Verfügung gestellt werden. 
 
Weitere Informationen zum Kontext und zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab Seite 110
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Dokumente zur Maßnahme

Inklusion und Multiprofessionalität

Die Präsentation zum Fachvortrag des Bildungsexperten Wilfried W. Steinert .