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0501 | Entwicklung von Leitlinien für Beteiligungsprozesse

Es werden Leitlinien mit verbindlichen und kontextangepassten Kriterien für Beteiligungsverfahren im Kontext Schule und Bildung in Frankfurt entwickelt. Ziel ist es, eine konzeptionelle Grundlage und einen verbindlichen Qualitätsrahmen für weitere Beteiligungs- und Dialogprozesse im Kontext von Schule und Bildung in Frankfurt zu schaffen.

Beteiligungsverfahren können wichtige Impulse geben und Innovationsfaktor in kommunalen Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen sein. Sie sind ein Instrument mit großer Kraft, das bewusst und professionell angewandt werden muss. Der vorliegende Schulentwicklungsplan ist im breit angelegten Beteiligungsverfahren Frankfurt macht Schule entstanden. Er zeigt, dass Akteursbeteiligung helfen kann, Lösungen zu finden, die qualitativ über Entweder-oder-Entscheidungen hinausgehen und Alternativen sichtbar werden lassen, auf die man ohne Beteiligung nicht gekommen wäre.
Beteiligungsverfahren lassen Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker sowie Mitarbeitende der Verwaltung in kommunalen Entscheidungsprozessen näher zusammenrücken und ihre jeweiligen Perspektiven verstehen. Die Grundlage gelungener Beteiligungsprozesse ist das wechselseitige Vertrauen zwischen den Akteurinnen und Akteuren. Durch echten Dialog, jederzeit transparente Abläufe und den gemeinsamen Lernprozess baut sich dieses Vertrauen auf. Genau dies hat sich im Verlauf des Beteiligungsprozesses Frankfurt macht Schule auch entwickelt.
Beteiligungsverfahren als reines Event, oder Verfahren mit gesteuerten Zielvorgaben ohne die oben skizzierte dialogorientierte, auf die gemeinsame Gestaltung ausgerichtete Haltung oder ohne den Ansatz, Ergebnisse gemeinsam umsetzen zu wollen, erzeugen Misstrauen und verstärken Politikverdrossenheit.
Auch im Beteiligungsprozess Frankfurt macht Schule wurden von Beginn an Unsicherheiten von den Beteiligten artikuliert. Die Ernsthaftigkeit der Beteiligung, die Transparenz und die tatsächliche Ergebnisoffenheit wurden bis zum Abschluss immer wieder in Frage gestellt. Die zunehmende Vertrauensbildung und offenere Kommunikation ist jedoch bei gleichzeitigem Fortbestehen „alter“ Kommunikations- und Begründungsmuster gelungen. Wichtig ist: Die Vertrauensbildung hört mit einem Beteiligungsverfahren nicht auf, sondern muss insbesondere in der Implementierungsphase fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Maßnahme finden Sie im Schulentwicklungsplan ab S. 104

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