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0303 | Optimierung von Bestandsgebäuden

Der Umbau von Bestandsgebäuden und Erweiterungsbauten wird barrierefrei und auf den Ganztagsbetrieb ausgerichtet gestaltet, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Ziel ist es, die bauliche Situation der bestehenden Schulen, unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, so herzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler ungehindert und vorrangig die allgemeinen Schulen besuchen können.

Aufgrund der steigenden Schüler- und Schülerinnenzahlen, der Anforderungen einer ganztägig arbeitenden Schule und der Umsetzung der inklusiven Beschulung werden Neu-, Um- und Erweiterungsbauten benötigt.
Aus dem Recht auf Bildung folgen konkrete Pflichten für den Schulträger. So besteht der rechtliche Anspruch von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen auf physische und inhaltliche Zugänglichkeit zum Schulangebot. Handlungen, die die physische Zugänglichkeit beeinträchtigen oder verhindern sind zu unterlassen. Es besteht die Pflicht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um bestehende Zugangshindernisse und -barrieren zu den Schulen schrittweise abzubauen, die die Schülerinnen und Schüler davon abhalten könnten, vorrangig die allgemeinen Schulen zu besuchen. Neu- und Umbauten unterliegen § 46 der Hessischen Bauordnung (Barrierefreiheit), hier ist unter Absatz 3 allerdings auch eine Vorbehaltsregelung getroffen, die Ausnahmen dort zulässt wo ein „unverhältnismäßiger Mehraufwand“ entstehen würde. Grundsätzlich ist zu beachten, dass ein inklusives Bildungssystem nur dann barrierefrei ist, wenn auch die inhaltliche Zugänglichkeit gewährleistet ist und die Schule eine positive Willkommenskultur hat. Äußere und innere Schulentwicklungsaufgaben müssen auch hier ineinander greifen.

Umsetzung
• Raumbestand, Raumnutzung und Zugänglichkeit aller Schulgebäude erfassen und fortschreiben
• Raumnutzung (auch gemeinsame Nutzung von Schulküchen/Catering) im regionalen Verbund überprüfen
• Gemeinsame (mit multiperspektivischem Blick) professionell gestaltete neue Raumkonzepte an ausgewählten Schulen (zum Beispiel im Kontext Modellregion) in minimaler und maximaler Ausführung entwickeln.
• Ergänzung um die sonderpädagogische Perspektive der regionalen Beratungs- und Förderzentren (rBFZ) in Bezug auf die Förderschwerpunkte körperlich-motorische Entwicklung, Sehen, Hören, geistige Entwicklung, Überprüfung der DIN-Vorgaben und gegebenenfalls Erweiterung
• Festlegung der notwendigen Maßnahmen beziehungsweise Pilotvorhaben an ausgewiesenen Schulen
• Inklusive Schulbaurichtlinie der Stadt Frankfurt am Main entwickeln

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