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0204 | Weiterentwicklung der Jugendhilfe in der Schule

Auf Quartiersebene werden Kooperationsvereinbarungen getroffen, die den Zugang aller Schülerinnen und Schüler im Quartier zu Jugendhilfeangeboten sicherstellen.
Bezogen auf die Bildungsquartiere haben alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu den Angeboten der Jugendhilfe in der Schule. Der präventive, lebensweltorientierte Ansatz der Jugendhilfe in der Schule bleibt erhalten.

Das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) formuliert das Recht aller Kinder und Jugendlichen auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Jugendhilfe in der Schule arbeitet auf dieser Grundlage mit einem grundsätzlich inklusiven Selbstverständnis. Jugendhilfe in der Schule unterstützt durch ihre inklusive und diskursive Haltung die Bemühungen von Schule zur Entwicklung einer inklusiven Schulkultur.
Daraus folgt, dass Jugendhilfe in der Schule grundsätzlich für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich sein soll. Im Rahmen der Schulentwicklung der nächsten Jahre soll dieses Ziel durch Regionalisierung, Kooperation, Umsteuerung und Ausbau erreicht werden.

Umsetzung
• Gemeinsam mit der AG78 Kinder- und Jugendarbeit, dem Staatlichen Schulamt und Schulleiter/innen wird der bisherige Rahmenstandard dahingehend überarbeitet, dass er die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bildungsgänge berücksichtigt.
• Modelle, die an anderen Orten Schulsozialarbeit im regionalen Verbund organisieren, werden aufgesucht und daraufhin überprüft, ob sie für die Stadt Frankfurt geeignete Konzepte und Erfahrungen vorweisen können.
• Im Rahmen der Verknüpfung der regionalen Hilfs-, Unterstützungs- und Förderangebote wird untersucht, welche Angebote vorhanden sein müssen und wie diese verteilt werden, um Überschneidungen und Lücken zu vermeiden. Es wird überprüft, ob eine Ausweitung des Programms auf weitere Schulstandorte erforderlich ist.
• Schulen, die mit der Jugendhilfe in der Schule zusammenarbeiten wollen, verpflichten sich auf ein inklusives Schulprofil, das sich auszeichnet durch für die Jugendhilfe anschlussfähige Konzepte zum Umgang mit Absentismus, Seiteneinsteigern und der Begleitung von Übergängen. In Zielvereinbarungen wird als gemeinsames Ziel von Jugendhilfe und Schule vereinbart, Schulabstiege zu vermeiden.
• Es stehen ausreichende, für Schülerinnen und Schüler zugängliche und für die Angebotsvielfalt der Jugendhilfe geeignete Räume im Quartier zur Verfügung. Die Jugendhilfe wird in die Schulgemeinde und das regionale Netzwerk eingebunden.
• Die beteiligten Schulen erfüllen in unterschiedlichen Themenfeldern (z.B. Kinderschutz, Berufliche Orientierung) die entsprechenden Frankfurter Standards, stellen Tandempartner/innen und weisen eigene Aktivitäten nach.
• Die Kooperation folgt verbindlichen und transparenten Vereinbarungen und wird durch die regionale Koordinierungsstelle begleitet.

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