Einrichtung, Organisationsänderung, Aufhebung von SchulenNord

0117 | Errichtung integrierte Gesamtschule in Kalbach-Riedberg

Die IGS Kalbach-Riedberg hat ihren Betrieb pünktlich zum Schuljahr 2017/2018 aufgenommen. Sie ist mit 100 Schülerinnen und Schülern in vier Klassen des 5. Jahrgangs gestartet. Etwas über 20 Prozent der Kinder haben einen sonderpädagogischen Förderanspruch und werden inklusiv unterrichtet.

Sprachbildung und Sprachförderung ist eine Querschnittsaufgabe an der Schule. Sie findet in allen Lernbereichen, Projekten, in den Fachbüros und in allen Fächern auf unterschiedliche Weise statt.

Als gebundene Ganztagsschule im Profil 3 bietet das Ganztagsangebot der Schule einen abwechslungsreichen Tagesablauf durch unterschiedlichste Lerngelegenheiten, einen gemeinsamen Mittagstisch und Übungs- und Lernzeiten statt Hausaufgaben. Andere ortsnahe Anbieter richten darüber hinaus attraktive Arbeitsgemeinschaften ein.

Die Jugendhilfe in der IGS Kalbach-Riedberg ist ein Teil des schulischen Gesamtangebots. Sie bringt spezifische Kompetenzen und Methoden ein, kann damit die Kinder und Jugendlichen individuell fördern und motivieren. Sie unterstützt die Willkommenskultur der Schule aktiv. In das Schulprofil „Sprache und Kommunikation“ ist sie mit Mediationsangeboten im Kontext des Sozialen Lernens und bei der Projekt- und Werkstattarbeit eingebunden.

 

Juni 2017
Das vorläufige Schulgebäude in Holzmodulbauweise an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee ist fertiggestellt und dem Stadtschulamt übergeben worden. Die Schulsekretärin hat ihr Büro in dem neuen Gebäude bezogen.

März 2017
Die Schul-Homepage www.igs-kalbach-riedberg.de informiert über die Entwicklungs- und Gründungsprozesse der neuen Schule. Ein Förderverein wird gegründet und übernimmt für das erste Jahr die Verwaltung der Ganztagsschulmittel.

Oktober 2016
Der Rohbau für das vorläufige Schulgebäude in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee steht und auch die Fassade ist bereits weitestgehend fertiggestellt. 90 vorgefertigte Holzmodule wurden auf dem ca. 4300 qm große Areal auf dem Riedberg aufgestellt. Bevor die Schule aber nächstes Schuljahr an den Start gehen kann ist noch einiges zu tun. Hinter der Fassade der Holzmodule wird fleißig gearbeitet. So finden in dem dreigeschössigen Gebäude zurzeit Ausbauarbeiten statt;  Leuchten, Steckdosen und Schalter werden installiert, Türen und Trennwände eingebaut sowie der Bodenbelag verlegt.

Der Innenausbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Ausstattung der Klassenzimmer erfolgt dann 2017, ebenso wie die Gestaltung der Außenanlage.

Integrierter Schulentwicklungsplan 2015-2019
Die Maßnahme erfasst die Errichtung einer vierzügigen integrierten Gesamtschule als Schulorganisationsmaßnahme gemäß § 146 HSchG. Ziel ist die Schaffung zusätzlicher Plätze an weiterführenden Schulen gesamtstädtisch sowie die Erweiterung des Bildungsangebotes in Kalbach-Riedberg. Planungszeitraum ist 2015 – 2019. Zentrale Akteure sind das Stadtschulamt, das Hochbauamt und das Staatliche Schulamt.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem veränderten Schulwahlverhalten ist es erforderlich, das Angebot an weiterführenden Schulen in Frankfurt auszuweiten. Die stark steigenden Schülerzahlen in Frankfurt führen zunehmend dazu, dass Plätze nicht nur an Gymnasien, sondern in fast allen Bildungsgängen fehlen.
Da integrierte Gesamtschulen das curriculare Angebot aller drei Bildungsgänge, also von Hauptschule, Realschule und Gymnasium abdecken, können sie den absehbaren gesamtstädtischen zusätzlichen Bedarf am besten decken. Eine konstante Nachfrage nach Schulplätzen an integrierten Gesamtschulen ist seit vielen Jahren in Frankfurt festzustellen.

Darüber hinaus ist Frankfurt Modellregion Inklusive Schulentwicklung des Landes Hessen und muss mit der Umwandlung von Förderschulen die Entwicklung der inklusiven Beschulung in den Regelschulen befördern und anschlussfähige, integrierte Systeme vorhalten.
Im Neubaugebiet Kalbach-Riedberg bestehen mittlerweile zwei Grundschulen (vierzügig und fünfzügig). Als weiterführende Schule gibt es nur ein sechszügiges Gymnasium und für eine begrenzte Zeit eine gymnasiale Oberstufe als Außenstelle der Max-Beckmann-Schule. Für andere Bildungsgänge besteht derzeit kein Angebot vor Ort. Ein geeignetes Grundstück zum Neubau einer vierzügigen integrierten Gesamtschule ist nach dem Umzug der gymnasialen Oberstufe, die im Gallusviertel neu gebaut wird, vorhanden.

Umsetzung
• Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan (§ 145 HSchG)
• Kostenermittlung und Einstellung im Investitionsprogramm
• Erarbeitung und Beschlussfassung einer Bau- und Finanzierungsvorlage
• Errichtung einer Pädagogischen Planungsgruppe

Datenbasis
Prognose Schülerinnen- und Schülerentwicklung im Einzugsbereich (siehe Datenteil, Abb. II-11.2 und Tab. 11.2), Wohnbauplanung (siehe Datenteil, Tab. II-11-16) 

Weitere Anmerkungen zur Verbindung mit anderen Maßnahmen und zu Veränderungen der Zügigkeiten finden Sie im Schulentwicklungsplan ab S. 72. 

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Neuigkeiten zur Maßnahme

Es wird gebaut

Im Gestaltungsfeld 1 des SEPs beschreiben 18 Maßnahmen die Errichtung, Organisationsänderung und Aufhebung von Schulen in Frankfurt am Main. Doch was bedeutet dies konkret?