Einrichtung, Organisationsänderung, Aufhebung von SchulenNord

0116 | Errichtung eines Gymnasiums

Oktober 2016
Der Schulbetrieb im Gymnasium Nord (Westhausen) begann dieses Schuljahr mit sechs Klassen der Jahrgangsstufe 5. Das neu errichtete Gebäude aus Holzmodulen auf dem Gelände zwischen Muckermann- und Kollwitzstraße bietet Platz für die Jahrgänge 5 und 6. Um Platz für weitere Gebäude zu schaffen wird momentan eine Fläche von 16.000 qm gerodet. Damit das Gelände sicher bebaut werden kann, wird der Boden routinemäßig auf Belastungen und Kampfmittel untersucht.

In den Herbstferien wird der Schulhof rund um das bestehende Schulgebäude fertig gepflastert, Bänke und Tischtennisplatten aufgestellt. Zudem werden die Fachräume eingerichtet und die Profilräume, die Mediathek und der PC-Raum fertig gestellt. Ende November wird die zweite Außentreppe an einer der Querseiten des Schulgebäudes errichtet.

Auch an der Erreichbarkeit des Geländes wird gearbeitet: Ab dem Schuljahr 2017/2018 wird es einen weiteren Zugang von der Bushaltestelle in der Muckermannstraße zum Schulgelände geben, neben der bereits vorhandenen Zufahrtsstraße und dem Fußweg zur Schule über eine Treppe von der Kollwitzstraße aus.

Im nächsten Bauabschnitt werden ab 2018 drei neue Gebäude auf der gerodeten Fläche errichtet: Eine knapp 350 qm große Mensa für 250 Schülerinnen und Schüler mit Sanitärräumen, Küche und zwei Aufenthaltsräumen sowie ein Schulgebäude mit Klassen- und Fachräume für die Jahrgänge 7 und 8, mit einer 200qm große Mediathek und weiteren Verwaltungsräumen, sowie eine Drei-Feld- Sporthalle. In einer zweiten Bauphase, zwei Jahre später, kommt ein weiteres Gebäude für die Jahrgänge 9 und 10 hinzu. Zum Schuljahr 2022/23 werden im letzten Bauabschnitt die Räume für die Oberstufe errichtet.

Integrierter Schulentwicklungsplan 2015-2019
Die Maßnahme umfasst die Errichtung des achtzügigen Gymnasiums Nord (Westhausen) mit gymnasialer Oberstufe mit Wirkung zum Schuljahr 2016/2017 als Schulorganisationsmaßnahme gemäß § 146 HSchG. Ziel ist die Deckung des gesamtstädtischen Bedarfs im gymnasialen Bildungsgang.
Planungszeitraum ist 2015 – 2019. Zentrale Akteure sind das Stadtschulamt, das Hochbauamt und das staatliche Schulamt.

Durch die seit vielen Jahren hohe und weiter gestiegene Nachfrage nach Schulplätzen an grundständigen Gymnasien bei steigenden Kinderzahlen in Frankfurt am Main reichen die vorhandenen Raumkapazitäten der Schulen nicht mehr aus. Der mit dem Wegfall einer Jahrgangsstufe durch G8 einhergehende Raumgewinn ist durch die Doppeljahrgänge in der Oberstufe relativiert worden und inzwischen kompensiert. Nur mit größten Anstrengungen der Schulbehörden und der Bereitschaft vieler Gymnasien zur Aufnahme zusätzlicher Klassen ist es zuletzt noch gelungen, nahezu allen Kindern mit Gymnasialwunsch einen Schulplatz zu bieten. Für das Schuljahr 2015/2016 werden wieder insgesamt 96 Eingangsklassen erwartet. Dies sind 18 Klassen mehr als die noch im Schulentwicklungsplan von 2007 ausgewiesene Raumkapazität. Hinzu kommt, dass sich inzwischen 12 von 16 Frankfurter Gymnasien für die sechsjährig organisierte Mittelstufe entschieden haben. Dort wird es in den Schuljahren 2018 und 2019 wieder eine 10. Jahrgangsstufe mit entsprechendem Raumbedarf geben. Auch das ab dem Schuljahr 2015/2016 geplante neue 6-zügige Gymnasium wird die zunehmenden Kapazitätsprobleme nicht lösen können, denn bei Anlegung der heutigen Übergänge in die Gymnasien von rund 53 % und der weiter steigenden Grundschuljahrgänge wird in den nächsten Jahren ein Bedarf von mehr als 100 Eingangsklassen erreicht sein (siehe Datenteil, Abb. I-4.1).
Neben anderen Maßnahmen, wie der Umlenkung in integrierte Gesamtschulen und der Schaffung von IGS-Plätzen, ist es daher dringend erforderlich, zusätzliche Gymnasialplätze zu schaffen. 
 
Umsetzung (bereits erfolgt)
Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan (§ 145 HSchG)
Kostenermittlung und Einstellung im Investitionsprogramm
Erarbeitung und Beschlussfassung einer Bau- und Finanzierungsvorlage
Errichtung einer Pädagogischen Planungsgruppe
 
Datenbasis
Prognose Schülerinnen-und Schülerentwicklung (siehe Datenteil, Abb. I-1.2) und Wohnbauplanung gesamtstädtisch 
 
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