Einrichtung, Organisationsänderung, Aufhebung von SchulenSüd

0112 | Errichtung einer kooperativen Gesamtschule in Niederrad

Die KGS Niederrad hat ihren Betrieb zum Schuljahr 2017/2018 in der Goldsteiner Str. 27 in 60528 Frankfurt aufgenommen. Der Standort der ehemaligen Außenstelle Salzmannschule wurde durch eine zweigeschossige Holzmodulanlage ergänzt. Hier sind sechs Klassen- bzw. Differenzierungsräume neu entstanden. Eine Erweiterung um ein weiteres Stockwerk ist möglich. Im Bestandsgebäude sind die Schulverwaltung, die Räume der Jugendhilfe, Fachräume für Naturwissenschaften und ästhetische Bildung sowie eine Toilettenanlage untergebracht. Dem pädagogischen Konzept der Schule entsprechend enthält die IT-Ausstattung der Schule über den Standard hinaus einen Klassensatz von 27 + 1 Tabletrechnern mit einem Tabletwagen und 28 Dockingstationen. Sportzeiten für einen sechszügigen Schulbetrieb sind sichergestellt.

Die inklusiv arbeitende Ganztagsschule im Profil 3 ist mit sechs Parallelklassen des Jahrgangs 5 gestartet, insgesamt 153 Schülerinnen und Schüler. Es gibt eine Klasse im Bildungsgang Hauptschule, zwei Klassen im Bildungsgang Realschule und drei Klassen im Bildungsgang Gymnasium.

Die pädagogisch-inhaltlichen Schwerpunktsetzungen der Schule sind Forschendes Lernen und Kommunikation. Die Zielsetzung ist eine Lernkultur der Selbstwirksamkeit und Potenzialentfaltung. Die Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge sollen die Erfahrung machen: „Ich bin wichtig, ich werde gebraucht, auf mich kommt es an, ich kann etwas bewirken und andere freuen sich darüber.“ Im Sinne einer vernetzten Stadtteilschule ergeben sich hieraus vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten für Kooperationen mit umliegenden Vereinen, Unternehmen und sozialen Einrichtungen.

SEP 2015-2019
Die Maßnahme umfasst die jahrgangsweise Errichtung einer sechszügigen kooperativen Gesamtschule in Niederrad ursprünglich mit Wirkung zum Schuljahr 2016/2017 als Schulorganisationsmaßnahme gemäß § 146 HSchG. Dazu gehört die Aufhebung der Salzmannschule. Der Planungszeitraum beginnt 2019. Zentrale Akteure sind das Stadtschulamt, das Hochbauamt und das staatliche Schulamt.

Durch die projektierte Umstrukturierung der Bürostadt Niederrad in ein Wohngebiet sollen dort bis zu 3000 Wohnungen entstehen. Daraus resultieren rechnerisch etwa 100 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang, für die neben der Grundschulversorgung auch Plätze an weiterführenden Schulen vorgehalten werden müssen (siehe Datenteil, Tab. II-5.23). Nächstgelegene Schulen sind die Carl-von-Weinberg-Schule in Goldstein (Integrierte Gesamtschule), deren Aufnahmekapazität auch durch ihr besonderes Sportprofil begrenzt ist und derzeit noch die Salzmannschule als Hauptschule in Niederrad. Die Salzmannschule ist eine Hauptschule mit rund 210 Schülerinnen und Schülern in 12 Klassen. Zurzeit werden weitere 39 Schülerinnen und Schüler in Intensivkursen zum Erlernen der deutschen Sprache auf den Übergang in Regelklassen vorbereitet. Als reine Hauptschule hat die Salzmannschule nur eine geringe Anzahl von Anmeldungen in die 5. Jahrgangsstufe. Die Schüler- und Klassenzahl steigt in den folgenden Jahrgangsstufen durch Wechsel aus anderen Schulformen stark an. Einzugsgebiete der Schule sind neben Niederrad, Goldstein, Schwanheim, insbesondere auch Höchst, Nied, Griesheim.
Um auch in Niederrad alle Bildungsgänge anbieten zu können, ist es sinnvoll hier eine schulformbezogene (kooperative) Gesamtschule zu errichten. Dies setzt voraus, dass der Bedarf für einen einzügigen Hauptschulzweig und einen jeweils zweizügigen Realschul- und Gymnasialzweig gegeben ist. Aufgrund der gesamtstädtisch hohen Nachfrage nach Gymnasialplätzen soll der Gymnasialzweig der Schule dreizügig ausgebaut sein. Zur Errichtung einer sechszügigen kooperativen Gesamtschule ist in Niederrad der Bau eines neuen Schulgebäudes vorgesehen. Die Schaffung zusätzlicher Schulplätze ist sowohl aufgrund der insgesamt steigenden Kinderzahlen als auch aufgrund des regionalen Bedarfes erforderlich.

Umsetzung
• Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan und der Schulorganisationsmaßnahme (§§ 145, 146 HSchG)
• Kostenermittlung und Einstellung im Investitionsprogramm
• Erarbeitung und Beschlussfassung einer Bau- und Finanzierungsvorlage
• Errichtung einer Pädagogischen Planungsgruppe
Weitere Informationen zur Bedarfsberechnung für die Sekundarstufe I im Planungsbezirk 5 finden Sie im Schulentwicklungsplan (S. 66ff). 

Datenbasis
Schülerzahlen (siehe Datenteil, Abb. II-5.2), Prognose Sekundarstufe I (siehe Datenteil, Abb. I-1.2 und Tab. II-5.2) 
Bedarfsberechnung für die Sekundarstufe I im Planungsbezirk 5 (Link zu PDF)

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