Einrichtung, Organisationsänderung, Aufhebung von SchulenSüd

0110 | Errichtung einer integrierten Gesamtschule in Sachsenhausen

Für die IGS Süd gibt es tolle Neuigkeiten: In einem bundesweiten Wettbewerb der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft wurde Frankfurt am Main als eine von fünf Pilotkommunen ausgezeichnet. Frankfurt am Main hatte sich mit der IGS Süd an dem Wettbewerb „Pilotprojekte Inklusive Schulen planen und bauen“ beteiligt  - und gewonnen! Die IGS Süd in Sachsenhausen wird damit in ihrer Phase NULL der Projektentwicklung professionell von einem Team von Schulbauexperten,  bestehend aus einem Pädagogen und einem Architekten,  unterstützt und begleitet.

Integrierter Schulentwicklungsplan 2015-2019

Die Maßnahme umfasst die Jahrgangsweise Errichtung einer vierzügigen integrierten Gesamtschule in Sachsenhausen als Schulorganisationsmaßnahme gemäß § 146 HSchG mit Wirkung zum Schuljahr 2016/2017. Dazu gehört die Aufhebung der Schwanthalerschule und der Holbeinschule. Ziel ist die Erweiterung des Bildungsangebotes in Sachsenhausen und die Schaffung zusätzlicher Plätze an weiterführenden Schulen. Planungszeitraum ist 2016 – 2019. Zentrale Akteure sind das Stadtschulamt, das Hochbauamt und das Staatliche Schulamt.

In Sachsenhausen gibt es kein integriertes Schulangebot. Eine konstante Nachfrage nach Schulplätzen an integrierten Gesamtschulen ist seit vielen Jahren auch im Frankfurter Süden festzustellen. Schülerinnen und Schüler mit IGS-Wunsch aus Sachsenhausen und Oberrad müssen sich um einen Platz in anderen Planungs- und Bildungsbezirken (Ostend, Nordend, Schwanheim) bemühen oder werden zur Heinrich-Kraft-Schule nach Fechenheim befördert.

Darüber hinaus ist Frankfurt Modellregion Inklusive Schulentwicklung des Landes Hessen und muss mit dem Abbau des stationären Förderschulangebotes im Süden die Entwicklung der inklusiven Beschulung in den Regelschulen sicherstellen, d.h. auch dass die Stadt anschlussfähige, integrierte Systeme vorhalten muss. Das zurzeit aus drei Gymnasien, zwei Realschulen und einer Hauptschule bestehende weiterführende Schulangebot in Sachsenhausen soll folgerichtig um eine integrierte Gesamtschule weiterentwickelt werden.

Die Holbeinschule (Realschule) und die Schwanthalerschule (Hauptschule) werden jahrgangsweise aufgehoben. Im heute noch gemeinsam von der Textorschule und der Schwanthalerschule genutzten Schulgebäude und im gegenüberliegenden Schulgebäude der Holbeinschule wird jahrgangsweise eine vierzügige integrierte Gesamtschule aufgebaut, die dann auch den gymnasialen Bildungsgang beinhaltet und die Sachsenhäuser Gymnasien entlastet. Ein zusätzliches Oberstufenangebot ist nicht vorgesehen. Hier bietet sich ein Verbund mit einer bestehenden Oberstufe an. Zu denken wäre z.B. an die heutige Außenstelle der Max-Beckmann-Schule, für die perspektivisch im Gallusviertel ein neues Schulgebäude errichtet wird.

Umsetzung
• Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan und der Schulorganisationsmaßnahme (§§ 145, 146 HSchG)
• Kostenermittlung und Einstellung im Investitionsprogramm
• Erarbeitung und Beschlussfassung einer Bau- und Finanzierungsvorlage
• Errichtung einer Pädagogischen Planungsgruppe

Datenbasis
Schülerzahlen (siehe Datenteil, Abb. II-5.2), IGS- und Gymnasialbedarf (siehe Datenteil, Abb. I-1.2 und Tab. II-5.2) 
Bedarfsberechnung für die Sekundarstufe I im Planungsbezirk 5 (S.66/67) 

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Dokumente zur Maßnahme