Einrichtung, Organisationsänderung, Aufhebung von SchulenWest

0105 | Errichtung einer Grundschule in Unterliederbach

Die Maßnahme umfasst die Errichtung einer dreizügigen Grundschule als Schulorganisationsmaßnahme gemäß § 146 HSchG. Ziel ist die Deckung des im Bestand und durch Wohnungsbau weiter steigenden Grundschulbedarfes in Unterliederbach. Planungszeitraum ist 2015 – 2019. Zentrale Akteure sind das Stadtschulamt, das Hochbauamt und das Staatliche Schulamt.

Im Zuge der Anerkennung Frankfurts als Modellregion inklusive Schulentwicklung ist die Aufhebung des stationären Fördersystems u.a. an der Karl-Oppermann-Schule, einer Förderschule für Lernhilfe in Unterliederbach, vorgesehen. Der stationäre Bereich der Schule wird jahrgangsweise umgewandelt zur Unterstützung des inklusiven Unterrichts an den Regelschulen im Frankfurter Westen. Der jetzige Standort steht dann als  neuer Grundschulstandort zur Verfügung.
In den Grundschulbezirken der Walter-Kolb-Schule, Robert-Blum-Schule und insbesondere der Karl-von-Ibell-Schule entsteht aus dem heutigen Bestand und umfangreichem Wohnungsbau mittelfristig ein Bedarf von mindestens 14 Grundschulzügen, d.h. rund 350 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang (siehe Datenteil, Tab II-6.16, Tab. II-6.17, Tab II-6.19 und Tab. II-6.32). Zusammen haben die drei genannten Grundschulen eine Aufnahmekapazität von 11 Zügen (Robert-Blum-Schule 5, Walter-Kolb-Schule 3, Karl-von-Ibell-Schule 3 - siehe Datenteil, Tab. II-6.3).
 
Diese neuen Grundschulbedarfe im Umfang einer Dreizügigkeit können am Standort der jetzigen Karl-Oppermann-Schule erfüllt werden. Notwendige Sanierungsmaßnahmen und Umbaumaßnahmen im Gebäudebestand sind zu prüfen. Mobile Anlagen stellen eine temporäre Übergangslösung dar.
 
Organisatorisch wird der Standort zunächst als Außenstelle der Walter-Kolb-Schule geführt. Die Schulbezirke werden so zugeschnitten, dass die Karl-von-Ibell-Schule deutlich entlastet wird, um dem aus Wohnungsbau resultierenden zusätzlichen Grundschulbedarf entsprechen zu können. Der neue Grundschulstandort wird zu gegebener Zeit in eine eigenständige Grundschule überführt.
 
Umsetzung
Bildung einer temporären Außenstelle der Walter-Kolb-Schule am Gebäudestandort Karl-Oppermann-Schule
Die akuten Grundschulbedarfe an der Karl-von-Ibell-Schule werden mit einer Zwischenlösung durch die Aufstellung von mobilen Anlagen gedeckt
Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan und der Schulorganisationsmaßnahme gemäß §§ 145, 146 HSchG
Neuzuschnitt der Schulbezirke in Unterliederbach und Höchst durch Änderung der Schulbezirkssatzung
Überführung der Außenstelle in eine eigenständige Grundschule
 
Datenbasis
Prognose Schülerinnen- und Schülerentwicklung im Einzugsbereich (siehe Datenteil, Abb. II-6.2 und Tab. II-6.2), Wohnbauplanung (siehe Datenteil, Tab. II-6.32) 
mehr lesen